Alte Tomatensorte: Andenhorn

andenhorn.jpgWer nicht genau hinschaut hält die rote Schönheit glatt für eine Paprika. Doch das Andenhorn ist eine alte südamerikanische Tomatensorte. Die Früchte werden gut über 10 cm lang. Sie sind wenig saftig und beigeistern viele Tomatenliebhaber mit wenig Kernen. Die Pflanzen werden recht hoch.
Bei meinem Anbau im Kübel hatte ich allerdings mit Problemen zu kämpfen: Einige Früchte fielen der Blütenendfäule zum Opfer. Die Blätter rollten sich zeitweilig ein. Dementsprechend konnte ich nicht von hohen Erträgen sprechen, die diese Sorte bringen soll. Mir gefallen die paprikaähnlichen Früchte dennoch. Der Anbau in Kübeln kann bei vielen Sorten etwas tricky sein, da die Pflanzen auf Mangelernährung, Überdüngung und Wassermangel viel stärker reagieren als im Freiland, wo die Pflanze bei Wassermangel ihre Wurzeln einfach tiefer ins Erdreich bohrt, um an das kühle Nass zu kommen. Bei Mangelernährung hilft zwar auch im Freiland nichts, aber Überdüngung wird meist dadurch ausgeglichen, dass überschüssige Mineralien einfach versickern. Auch nicht optimal, aber für die Pflanze verkraftbar.

Auf dem Foto sieht eine Andenhorn-Pflanze unter einem riesigen Folientunnel. Entstanden ist das Bild vor einiger Zeit im Tomatengarten von Birgit Rumkowski.

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2 Kommentare »

  1. Wolfgang Said,

    Januar 24, 2008 @ 13:30

    Auf den ersten Blick habe ich das jetzt wirklich für Paprika gehalten.
    Das Andenhorn war mir bisher gänzlich unbekannt, habe auch auf anderen Seiten nur wenige Informationen darüber erhalten. Ist da ein geschmacklicher Unterschied zwischen dem Andenhorn und anderen Tomatenpflanzen oder trübt der geringe Wasseranteil der Tomate den Geschmack?

  2. Claudia Said,

    Januar 28, 2008 @ 23:12

    Nein, der Geschmack ist ok, aber ich persönlich finde, dass die Tomate sich am besten zum Füllen eignet. So aromatisch wie manche Kirschtomate oder super-saftige Fleischtomaten ist sie aber nicht.

    Seit ich mich so intensiv mit verschiedenen Tomatensorte beschäftige, finde ich, dass es kaum zwei Sorten gibt, die gleich schmecken. Ok, das ist vielleicht etwas übertrieben. Aber jede Sorte hat ihre Vor- und Nachteile.

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