Grüne Tomaten nachreifen lassen
Wenn im Anfang Oktober die letzten Tomaten an den Stauden nicht mehr reifen wollen, hilft nur eins: ein warmes, dunkles Bett aus Zeitungspapier. Die grünen Tomaten sind nach ein paar Tagen dann schön rot. Bei kräftig grünen und harten Früchten kann das auch schon mal eine Woche Arrest im Dunkeln bedeuten.
Ich habe die letzten Small Eggs in ein Zeitungspapier eingewickelt und lasse sie nachreifen. Warum werden die Tomaten nach diesem Uralt-Trick reif? Schuld ist das Äthylen, das manchmal auch als Reifungsgas bezeichnet wird. Reifende Früchte verströmen dieses Gas. Kann das nicht richtig entweichen, wie bespielsweise in Zeitungspapier, dann werden die anderen Früchte praktisch “angesteckt”. Aus diesem Grund hatte man vor der Zeitrechnung gut gekühlter Transportschiffe Angst vor “Gelben Nestern” auf Bananendampfern. Die grün geernteten Bananen reiften. Besonders vorwitzige Bananen wurden viel zu früh reif und steckten ihre Artgenossen in den Lagerräumen mit dem Reifungsgas an. Kam eine Ladung schon reif oder gar überreif im Hafen an, konnte sie nur noch schwer verkauft werden. Doch zurück zu den Tomaten …
Optimalen Tomatengeschmack erreicht man so meiner Erfahrung nach nicht, aber immer noch besser als die restlichen Tomaten wegzuwerfen. Denn egal ob grüne, gebratene Tomaten oder grünes Tomaten-Chutney: ich stehe einfach nicht auf die unreifen Paradiesäpfel. Das beste ist für Tomaten eben doch Sonne. Aber die scheint zurzeit ja nicht mehr ganz so lang …

klaus Said,
August 15, 2007 @ 20:40
Das mit dem Reifungsgas habe ich bisher noch nicht gewusst. Wieder was gelernt.
Danke!
Gruss
Klaus